Hier noch wie besprochen der Artikel über das Jugend-hilft Projekt:
5.00 Uhr morgens Puebla, Mexiko. Mein Handy klingelt. Verwirrt gehe ich ran, welch Überraschung, es ist meine Mutter. Aufgeregt, ohne mir überhaupt „Guten Morgen, Entschuldigung für die frühe Störung“ zu sagen liest sie mir den Brief von JUGEND HILFT! vor und teilt mir so mit, dass der Förderantrag angenommen wurde und wir 2500 Euro für das Casa del Sol zu Gunsten einer neuen Industriellen Waschmaschine und Trockner gewonnen haben. Mit großer Freude erzählte ich natürlich sofort meiner Chefin von dem Gewinn und sie war überwältigt. Sie hätte nie gedacht dass der Förderantrag angenommen wird und war sowieso überrascht von unserem Engagement, was anscheinend zuvor nie derartig aufgekommen ist. Praktischerweise kam mein Bruder 2 Wochen später zu besuchen und brachte mir alle erforderlichen Unterlagen mit nach Mexiko. Dann begann der Stress, wir suchten Angebote über Angebote, telefonierten rum, jedoch ständig ohne Ergebnis. Die Waschmaschine alleine sollte bereits 12.000 US- Dollar kosten. Dafür reichte der Betrag von 2500€ natürlich nicht aus. Deprimiert suchten wir weiter nach einigen Angeboten, doch irgendwie schließ die Sache dann etwas ein, wie das nun einmal bei Mexikanern so ist. Es ist nicht bloß irgendein Vorurteil, Mexikaner lassen sich wirklich in allen Dingen besonders viel Zeit. Im Juni find ich dann jedoch an meine Chefin zu nerven, dass wir uns beeilen müssen, da wir nur noch wenig zeit haben um den Termin des Vertrages einzuhalten. Seitdem Zeitpunkt wurde das Telefon wieder auf Hochtouren benutzt, doch bis zum Juli hatten wir immer noch kein besseres Angebot. Ich hatte schon fast damit gerechnet das Geld wieder zurück geben zu müssen , doch dann bekam meine Chefin den entscheidenden Rückruf mit dem Angebot einer gebrauchten industriellen Waschmaschine. Ein Austellungsstück, was so gut wie noch nie benutzt wurde. Schnell bat ich meine Mutter bei JUGEND HILFT! anzurufen und um eine Vertragsverlängerung zu bitten. Gesagt getan, gab sie mir dann eine E-Mail Adresse, bei der ich mich dies bezüglich melden sollte und eine sehr nette Frau schrieb mir, dass der Vertrag bis zum 31. August verlängert wurde. Dieser Monat mehr war für uns eine große Hilfe, da ich somit die ganzen Dokumente aus Deutschland abschicken kann und somit auch keine Angst haben muss, dass sie in der mexikanischen Post verloren gehen. Am 7.Juli kam dann per E-Mail die Rechnung mit dazugehörigem aktuellen Umrechnungskurs. Doch nun kam ein weiteres problem auf: Die Transportkosten von Mexiko Stadt nach Puebla sollten bei 8000 Peso liegen, also ca. 450€. Nach etlichen Gesprächen hat sich dann eine Transportfirma dazu bereit erklärt den Transport umsonst zu übernehmen, sozusagen als Spende für unser Projekt.
Eine Woche später war es dann endlich soweit und ein LKW stand vor der Tür und lud die riesige Kiste mit dem Inhalt einer industriellen Waschmachine aus. Durch den Erwerb einer neuen, so großen Waschmaschine ist es der Wäschefrau nun möglich viel mehr Wäsche in weniger Zeit zu waschen und dadurch haben die Kinder immer etwas Frisches zum anziehen.

Vielen Dank, liebes JUGEND HILFT! Team für eure Unterstützung.



























